Die häufigsten Fragen zu Film Flatrates & Video on Demand

Was genau bedeutet der Begriff Video-on-Demand?
Video-on-Demand bedeutet auf Deutsch so viel wie Video auf Abruf oder Video bei Bedarf. Demnach stehen bei Video-on-Demand-Diensten eine Vielzahl an Filmen und Serien zur Auswahl, welche ohne zusätzlichen Aufwand direkt angeschaut werden können. Im Gegensatz zu früher ist nun kein Besuch einer Videothek mehr notwendig, um einen Film auszuleihen. Stattdessen erfolgt der Kauf oder die Ausleihe der Filme ganz bequem von zuhause aus. Durch Video-on-Demand-Dienste ist es auch möglich, von unterwegs aus über Tablets und Smartphones Filme und Serien anzusehen.

Müssen die Filme heruntergeladen werden, bevor sie angesehen werden können?
Bei den meisten Anbietern ist das nicht der Fall, da die Übertragung der Videos mithilfe eines Streams realisiert wird. Das bedeutet, dass Filme direkt über das Internet auf das jeweilige Abspielgerät übertragen werden, ohne dass eine Speicherung auf der Festplatte notwendig ist. Dadurch wird nicht nur die Zeit gespart, die für das Herunterladen der großen Datenmengen benötigt würde, sondern auch viel Speicherplatz auf der Festplatte, da beim Streaming die Daten meist nur kontinuierlich in den Arbeitsspeicher übertragen und im Anschluss wieder gelöscht werden.

Wie häufig kann ein Film bei Video-on-Demand angesehen werden?
Das hängt davon ab, ob der Film gekauft oder nur geliehen wurde. Das Ausleihen eines Films ist meist günstiger, in diesem Fall steht er jedoch nur für 24 oder 48 Stunden zur Verfügung. In diesem Zeitraum kann er beliebig oft angesehen werden, danach jedoch leider nicht mehr. Wer einen Film unbegrenzt ansehen möchte, muss ihn kaufen. Das ist meist etwas teurer, doch nur dann werden alle Nutzungsrechte für den Film oder die Serie erworben.

Wie gut ist die Qualität der Filme bei Video-on-Demand?
Die Qualität der Filme richtet sich nach den jeweiligen Anbietern. Fast alle Filme sind mindestens in Standard Definition (SD) verfügbar, was der DVD-Qualität entspricht. Einige Anbieter führen mittlerweile aber auch ein großes Sortiment an High Definition (HD) Filmen. Nur bei wenigen Providern gibt es ausgewählte Filme sogar in 3D.

Was ist unter der Video-on-Demand-Sperrfrist zu verstehen?
Damit ist das Zeitfenster gemeint, in dem neue Filme noch nicht innerhalb von Video-on-Demand-Diensten auftauchen dürfen. Dieses Zeitfenster beträgt in der Regel 90 Tage.

Wie häufig wird das Film-Angebot aktualisiert und wie aktuell sind die Filme?
Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks sind sämtliche Provider für Video-on-Demand-Dienste stets bemüht, ihr Angebot an Filmen und Serien zu erweitern. Es variiert jedoch von Anbieter zu Anbieter stark, wie aktuell die angebotenen Filme letztlich tatsächlich sind. Bei den meisten Providern stehen insbesondere Klassiker im Angebot, die schon einige Jahre alt sind. Bei einigen Diensten gibt es zwar aktuelle Blockbuster, für die jedoch meist eine zusätzliche Gebühr in Rechnung gestellt wird.

Einzelabruf oder Flatrate – was ist besser?
Die Modelle der Video-on-Demand-Anbieter unterscheiden sich in Einzelabruf und Flatrates. Bei einem Einzelabruf wird für jede Serie oder jeden Film eine Gebühr fällig. Der Vorteil davon ist, dass die Auswahl meist größer ist als bei reinen Flatrates. Jedoch sind solche Tarif-Modelle meist deutlich teurer, da besonders aktuelle Filme nur gegen hohe Gebühren erhältlich sind. Flatrates bieten zwar generell eine geringere Auswahl, ermöglichen es jedoch, eine Vielzahl von Filmen gegen eine monatliche Gebühr anzusehen, die meistens unter 10 € liegt. Am besten geeignet sind Anbieter, die eine Kombination aus beidem anbieten: Über eine günstige Flatrate können Filme und Serien angesehen werden, die nicht topaktuell sind. Bei Interesse an einem einzelnen aktuellen Blockbuster kann dieser gegen eine zusätzliche Gebühr ebenfalls angesehen werden.

Gibt es technische Voraussetzungen für Video-on-Demand?
Eine notwendige Voraussetzung für ein Video-Streaming, das nicht durch Aussetzer unterbrochen wird, ist eine Internetverbindung mit einer hohen Bandbreite. Besonders beim Streaming von HD- oder 3D-Filmen werden hohe Datenmengen in einer kurzen Zeit über das Internet übertragen. Wenn das DSL nicht leistungsfähig genug ist, bleibt das Video daher häufig hängen und muss oftmals sogar neu gestartet werden. Ansonsten reicht ein normaler PC aus, um Video-on-Demand-Dienste zu nutzen. Dabei gilt natürlich: Je besser der verwendete Monitor, desto schöner ist das Filmerlebnis.

Können die Filme auch auf dem Fernseher oder mobilen Geräten angesehen werden?
Das Ansehen der Filme auf dem Fernseher ist bei vielen Providern möglich. Je nach Video-on-Demand-Anbieter werden diverse Smart-TVs, Spielkonsolen und Receiver unterstützt, sodass auch über den Fernseher die Filme angesehen werden können. Zudem stellen manche Provider auch Apps für die Nutzung auf mobilen Geräten bereit, sodass die Filme und Serien auch von unterwegs aus aufrufbar sind.

Was ist der Unterschied zwischen progressivem Download und Video-Streaming?
Einige Anbieter arbeiten mit progressiven Downloads als Übertragungsmethode für die Videos. Das ist insbesondere dann häufig der Fall, wenn Filme nicht nur geliehen, sondern gekauft werden. Wie der Name schon sagt, wird bei dem progressiven Download das ausgewählte Video auf das System des Benutzers übertragen und dort gespeichert. Diese Speicherung erfolgt entweder temporär oder dauerhaft. Das Besondere beim progressiven Download ist, dass das Video schon abgespielt werden kann, wenn der Download noch nicht abgeschlossen ist. Im Hintergrund wird das Video während des Abspielens weiter heruntergeladen. Der Film kann aber nur so weit vorgespult werden, wie das Video schon heruntergeladen wurde.

Im Gegensatz dazu ist das Video-Streaming die Übertragungstechnologie, die von den meisten Video-on-Demand-Diensten verwendet wird. Dabei läuft die Übertragung über einen Streaming-Server, der die Daten auf das Gerät des Nutzers übermittelt. Eine Speicherung des Films auf der Festplatte des Nutzers erfolgt hierbei nicht, sodass der Speicherplatz nicht belastet wird und das Video sofort gestartet werden kann. Dabei ist es möglich, den Film nach Belieben vor- und zurück zu spulen. Im Gegensatz zum progressiven Download wird beim Streaming eine geringere Bandbreite benötigt, da nur der Teil übertragen wird, den der Nutzer aktuell ansieht.

Steht bei den Filmen Bonusmaterial zur Verfügung, wie das bei DVDs der Fall ist?
Auf den meisten DVDs befindet sich Bonusmaterial wie zum Beispiel ein alternatives Ende oder die witzigsten Outtakes. Ob derartiges Bonusmaterial auch bei Video-on-Demand-Diensten angeboten wird, hängt sowohl von dem Provider als auch von dem jeweiligen Film ab. Daher lohnt es sich, im Vorfeld Informationen darüber einzuholen.

Sind die Filme mit Untertiteln verfügbar?
Ob Filme mit Untertiteln verfügbar sind, hängt vom gewählten Provider und dem jeweiligen Film ab. Viele Anbieter ermöglichen es ihren Kunden, Filme auch mit Untertiteln anzusehen. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, sich bei dem jeweiligen Anbieter zu informieren.

Können Filme aus anderen Ländern auch in ihrer Originalsprache angesehen werden?
Viele Video-on-Demand-Provider bieten tatsächlich die Möglichkeit, eine Auswahl der Filme auch in ihrer Originalsprache anzusehen. Teilweise stehen neben der auf Deutsch synchronisierten Version auch noch andere Sprachen zur Auswahl. Genauere Informationen über diesen Sachverhalt stellen die einzelnen Anbieter häufig auf ihren jeweiligen Websites zur Verfügung.

Welche Anbieter für Video-on-Demand gibt es in Deutschland?
Das Angebot für Video-Streaming in Deutschland wächst stetig. Bekannte Anbieter sind Amazon Prime Instant Video, Watchever, Maxdome, Videoload, Sony Entertainment Network und Videobuster. Zusätzlich stellen viele TV-Sender ihr Programm komplett oder in Auszügen im Internet kostenlos oder gegen Gebühr zur Verfügung.

Entspricht das Angebot der Video-on-Demand-Dienste dem Sortiment von Videotheken?
Wie groß das Angebot an Filmen und Serien tatsächlich ist, hängt von dem gewählten Anbieter ab. Prinzipiell stehen jedoch wie bei Videotheken zahlreiche Filme verschiedener Genres zur Auswahl. Die Anzahl der Filme und Serien ist bei den meisten Anbietern sogar deutlich höher, als das in Videotheken der Fall ist.

Befinden sich auch FSK-18-Titel im Angebot?
Nahezu alle Provider haben auch FSK-18-Filme in ihrem Sortiment. Die Altersverifizierung erfolgt meist unproblematisch über die Identifikationsnummer des Personalausweises. Um Kinder und Jugendliche zu schützen, ist bei vielen Anbietern auch eine Kindersicherung möglich.

Besteht eine Möglichkeit, die Videos auf DVD zu brennen?
Wenn ein Video nur geliehen oder per Stream übertragen wird, dann gibt es grundsätzlich keine Möglichkeit, die Videos auf DVD zu brennen. Bei einigen Anbietern können die Videos jedoch auch gekauft und somit vollständig heruntergeladen werden, sodass es möglich ist, sie auf eine DVD zu kopieren. Dabei ist die Wiedergabe durch das Digital Rights Management (DRM) jedoch auf maximal drei verschiedene Geräte beschränkt, um Missbrauch vorzubeugen.

Wie hoch sind die Kosten für Video-on-Demand?
Die Kosten richten sich nach dem Anbieter und dessen Tarifmodell. Bei Providern, die für jedes angesehene Video eine Gebühr berechnen, liegt der Betrag pro Video meist zwischen wenigen Cents und 5 €. Der Einzelabruf von Videos eignet sich nur dann, wenn nur ein oder zwei Videos im Monat ausgeliehen oder gekauft werden sollen. Für Menschen, die eine Vielzahl von Videos ansehen möchten, sind Flatrates wesentlich geeigneter, da sie schon für Preise von weniger als 10 € im Monat erhältlich sind und dann einen unbegrenzten Zugriff auf die Video-Datenbank bieten.

Wie wird bei Video-on-Demand-Diensten bezahlt?
Die Zahlungsmöglichkeiten variieren bei den einzelnen Anbietern. Fast überall kann mit gängigen Kreditkarten oder dem Lastschriftverfahren gezahlt werden. Einige Provider bieten auch die Möglichkeit, mit modernen Zahlungsmethoden wie PayPal oder Sofortüberweisung zu zahlen. Doch auch herkömmliche Banküberweisungen sind vereinzelt möglich.